| 02:38 Uhr

Lausitzer Schüler leben gesünder

Das Rauchverbot in Kneipen wurde vor zehn Jahren erlassen.
Das Rauchverbot in Kneipen wurde vor zehn Jahren erlassen. FOTO: Jan-Philipp Strobel (dpa)
Potsdam. Brandenburgs Schüler leben wesentlich gesünder als noch vor zwölf Jahren, zumindest was den Konsum von Alkohol und Tabak angeht. Das ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 10 000 Schülern der zehnten Klassen durch die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen. Benjamin Lassiwe / iwe1

Allerdings sind die regionalen Unterschiede groß.

Nirgendwo in Brandenburg trinken so viele 16-Jährige regelmäßig Alkohol wie im Kreis Elbe-Elster. Und nirgendwo in Brandenburg rauchen so viele 16-Jährige mindestens einmal pro Woche wie in der Prignitz. Auch das geht aus der Studie zum Drogenkonsum bei Jugendlichen hervor, die Gesundheitsstaatssekretärin Almut Hartwig-Tiedt und die Chefin der brandenburgischen Suchtfragen-Landesstelle, Andrea Hardeling, am Montag vorstellten. Für die Studie wurden 10 724 Schüler der 10. Klassen aus 17 Kreisen und kreisfreien Städten per anonymem Fragebogen befragt.

Auf der Landesebene haben sich die Ergebnisse positiv entwickelt: Während 2005 noch 41 Prozent der Mädchen und 37 Prozent der Jungen mindestens einmal pro Woche rauchten, sind 2017 nur noch 17 Prozent der Brandenburger Zehntklässler Raucher. Und der regelmäßige Alkoholkonsum ist von 34 Prozent der Schüler im Jahr 2005 auf 15 Prozent in diesem Jahr zurückgegangen.

Besonders hoch bleibt der Alkoholkonsum aber bei Oberschülern, wo 18,2 Prozent der Jungen und 9,4 Prozent der Mädchen regelmäßig trinken. Beim Tabakkonsum sind die Unterschiede sogar noch größer: Während fast jede dritte Zehntklässlerin an einer Förderschule raucht, sind es am Gymnasium nur 9,3 Prozent. Länder Seite 4