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Lausitzer Revier gehört jetzt EPH

Cottbus. Der Verkauf der Lausitzer Braunkohlewirtschaft an das Konsortium aus der tschechischen Energieholding EPH und dem Finanzinvestor PPF ist perfekt. Wie Vattenfall verkündete, wurde der Eigentumsübergang am Freitag vollzogen. S. Wendler und Ch. Taubert

Was nach der Zustimmung der EU-Wettbewerbskommission nur noch Formsache zu sein schien, wurde am Freitag vollzogen und verkündet. Die Lausitzer Braunkohlewirtschaft des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall geht an das Konsortium EPH/PPF.

Damit werden fünf Tagebaue, darunter die ausgekohlte Grube Cottbus-Nord, sowie drei Lausitzer Kraftwerke und die 50-Prozentbeteiligung am sächsischen Kraftwerk Lippendorf durch EPH übernommen. "Jetzt setzen wir auf eine verlässliche Zusammenarbeit mit der EPH-Gruppe," erklärte Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber (SPD) nach dem Vollzug des Eigentümerwechsels.

Zugleich bewertete er es als ein "gutes Signal", dass der bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Hartmuth Zeiß dem Unternehmen zukünftig als Aufsichtsratsmitglied erhalten bleiben soll. Vattenfall hatte zuvor mitgeteilt, dass Zeiß in dieses Gemium wechselt und den Vorsitz von Europe Mining und Europe Generation auf eigenen Wunsch niedergelegt habe. Einen Nachfolger für die Vorstandsleitung werde der Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung berufen und über diese und weitere unternehmenswichtige Entscheidungen am 11. Oktober in Cottbus informieren.

Die Lausitzer Braunkohlewirtschaft beschäftigt 8000 Menschen. EPH hat sich mit dem Kauf verpflichtet, bis Ende 2020 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Umweltschützer kritisieren den Verkauf des Lausitzer Reviers seit Monaten massiv. Thema des Tages Seite 3