Den "Zug der fröhlichen Leute" am Sonntag in Cottbus werden in diesem Jahr gut 3000 kostümierte Jecken aus Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt gestalten. Damit wird der 22. Umzug durch die Karnevalshochburg weiter spitze im Osten sein. Dennoch sind es 1000 Aktive weniger als 2012.

Wie der Präsident des Karneval Verbandes Lausitz, Frank Czepok, erklärt, ist das die Folge von höheren Sicherheitsauflagen und steigenden Gema-Gebühren für närrische Musik. "Deshalb haben einige Vereine für dieses Jahr ihre Teilnahme am Umzug abgesagt", bedauert Czepok. Um den Umzug vor erwarteten Zehntausenden Schaulustigen abzusichern, hat die Stadt Cottbus zusätzlich 5000 Euro unter anderem für die Bezahlung des Technischen Hilfswerkes bereitgestellt.

Der Schatzmeister des Verbandes Sächsischer Carneval, Dieter Stengler, sieht die Narren im Freistaat durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoren noch gut aufgestellt. Gegenüber der RUNDSCHAU beklagt er jedoch, dass in den Regionen immer mehr Säle schließen und damit Einnahmen aus dem Saalfasching verloren gehen. Der größte Rosenmontagsumzug Sachsens in Wittichenau (Kreis Bautzen) "gehört noch zu den Glücklichen", wie der Präsident des Karnevalvereins Herbert Kobalz bestätigt. "Am Rosenmontag hoffen wir, wieder viele Festplaketten zu verkaufen. Das ist unsere wichtigste Einnahmequelle."

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