Der massive Autoklau in den Grenzregionen geht richtig ans Geld. Er wirkt sich unmittelbar auf die Versicherungspolicen aus. "Das Diebstahlrisiko am jeweiligen Wohnort gilt als ein Kriterium für die Einordnung in die Kfz-Regionalklasse", erklärt Hasso Suliak, Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, gegenüber der RUNDSCHAU.

"Das ist ungerecht", betont Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Brandenburger Städte- und Gemeindebundes. Seit Langem gehe der Appell an die Kfz-Versicherer, "hier das Solidarprinzip zur Anwendung zu bringen". Böttcher fordert, dass nicht nur die Bürger an den Grenzen, sondern alle Kfz-Versicherten das Diebstahlrisiko tragen müssen.

Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer hingegen drängt zur Lösung des Problems darauf, dass die Autohersteller "nach Katalysator und Wegfahrsperre endlich auch verlässliche Ortungssysteme in die Fahrzeuge einbauen". Der in Görlitz lebende Fraktionsvize der Union im Bundestag erklärt gegenüber der RUNDSCHAU: "Die Politik darf sich die Verweigerungshaltung nicht länger gefallen lassen."

Wenn das Auto gestohlen wurde, ersetzt die Teilkaskoversicherung den entstandenen Schaden. "Eine automatische Hochstufung des Versicherten gibt es in dem Fall nicht", erläutert Suliak. In der Vorwoche hatte das Portal preisvergleich.de das Städteranking beim Autoklau 2013 veröffentlicht. Danach liegen Frankfurt (Oder/283) und Görlitz (183) vorn. Cottbus rangiert mit 173 gestohlenen Fahrzeugen auf Platz .6.