In Brandenburg gibt es sogar eine "Vollbetreuung", wie eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes ergeben hat. Mit 98,8 Prozent der Zweijährigen lag Brandenburg/Havel beispielsweise zum Stichtag 1. März 2015 bundesweit an der Spitze, wie das Statistische Bundesamt am gestrigen Dienstag mitteilte.

Betrachtet man das gesamte Spektrum der Kinder, erreichen vor allem die Lausitzer Landkreise Spitzenwerte. Elbe-Elster landet mit 62,3 Prozent betreuten Kindern bundesweit auf Platz drei, Spree-Neiße folgt auf Platz sieben mit einer Betreuungsquote von 60,1 Prozent.

Am Ende der deutschlandweiten Erhebung landen bayerische Kreise und Städte. Hier werden zum Teil nur 13 Prozent der Kinder unter drei Jahren betreut.

Sachsen steht im Ländervergleich gut da. Die Hälfte der unter Dreijährigen (50,6 Prozent) waren zum Stichtag 1. März 2015 in Betreuung. Im bundesweiten Durchschnitt sind es 32,9 Prozent. Im Vergleich der Ost-Länder hinkt Sachsen allerdings hinterher.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Im Durchschnitt müssen sich Erzieherinnen in Brandenburgs Kitas um deutlich mehr Kinder kümmern als im Westen. Zum Stichtag waren es 6,3 Kinder unter drei Jahren - bundesweiter Schnitt: 4,3. Der Betreuungsschlüssel hat sich zuletzt aber etwas verbessert: Im Jahr 2012 lag er noch bei 6,6 Krippenkindern.