Äußerungen des Chefs des schwedischen Staatskonzerns, Øystein Løseth, wonach über einen Verkauf oder die Stilllegung von Braunkohle-Kraftwerken nachgedacht werde, hätten große Unruhe im Lausitzer Kohlerevier ausgelöst, sagte Vattenfall-Gesamtbetriebsratschef Wilfried Schreck. „Das passt nicht zu dem uns bisher bekannten Konzepten des Unternehmens.“

Die Überlegung, sich von Kohlekraftwerken zu trennen, hatte Løseth damit begründet, dass der schwedische Konzern bis 2020 seinen Kohlendioxid (CO{-2}) -Ausstoß von 91 Millionen Tonnen auf 65 Millionen Tonnen jährlich verringern will. Jänschwalde, das größte und älteste Vattenfall-Kraftwerk, hat den größten Anteil bei der CO{-2}-Abgabe.

Mehr Klarheit über den künftigen Kurs des Energieunternehmens erhofften sich die Mitarbeiter von Tagebauen und Kraftwerken von einer Vertrauensleute-Vollkonferenz mit Vattenfall-Europe-Chef Tuomo Hatakka Ende Oktober in Cottbus. Im November treffen sich die Vattenfall-Betriebsräte mit Konzernchef Øystein Løseth in Hamburg. sim