Angela Merkel hat sich entschieden: Sie will an der Macht bleiben, auch nach 16 Jahren CDU-Vorsitz und elf Jahren Kanzlerschaft. Ihre erneute Kandidatur sorgt für unterschiedliche Reaktionen - auch in der Lausitz, wie am Montag eine nicht repräsentative RUNDSCHAU-Umfrage ergeben hat. Während Merkel von einigen Lesern bescheinigt wird, einen guten Job gemacht zu haben und für eine berechenbare Politik zu stehen, sagen andere: "Es ist genug." Für die Bewältigung der aktuellen Probleme in Deutschland seien andere Köpfe, vor allem jüngere Leute notwendig.

Einem Teil der Befragten ist die Entscheidung der Kanzlerin egal. Wichtiger sei es, die wachsende Armut in Deutschland zu bekämpfen und die Gleichbehandlung aller Bürger durchzusetzen.

Führende CDU-Politiker haben Angela Merkel dagegen ihre volle Unterstützung bei der erneuten Kanzlerkandidatur zugesichert. Trotz der eher kühlen Reaktion der CSU sei auch das Verhältnis zur Schwesterpartei auf gutem Weg. Die stellvertretende Parteivorsitzende Julia Klöckner sagte am Montag, aus der CSU seien klare Worte zu Merkel gekommen. "Es besteht kein Zweifel, dass wir gemeinsam, CDU und CSU, die Kandidatin der Union unterstützen werden und auch die Wahl gewinnen wollen."

Die SPD will sich hingegen nicht treiben lassen: Wer 2017 als Kanzlerkandidat gegen Merkel antritt, soll wie geplant erst Ende Januar feststehen. Themen des Tages Seite 3 Hintergrund & Kommentar Seite 8