Heinz-Dieter Götteritz, 67, ehrenamtlicher Wehrleiter, Rietschen bei Weißwasser:
Warum wird immer bei den Kleinen, also auch bei uns Rentnern, gespart„ Sollte man damit nicht mal zuerst bei den Großen anfangen“ Wir haben nicht genug Rente. Dabei sollte auch bedacht werden, dass wir eine Menge aufzubringen haben, was wir nicht, wie andere, beim Finanzamt geltend machen können.
Hans-Joachim Bergmann, 58 Jahre, Lehrer, Guben:
Die Vorhaben der Bundesregierung in Bezug auf die Rente finde ich sehr traurig und sie sind nicht gerecht. Wenn die Pläne Realität werden, trifft es mich in eineinhalb Jahren auch, dann gehe ich in den Ruhestand - mit einem Restchen Rente. Aber unsere Eltern mussten nach dem Krieg auch sehen, wie sie klarkommen.
Ulrike Ofner, 51, freiberufliche Hebamme, Herzberg:
Dass die Bundesregierung die Renten kürzen will, finde ich unverschämt. Wer sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, sollte sich zumindest auf eine sichere und stabile Rente freuen können.
Manuela Brosdetzko, 29, arbeitsmedizinische Assistentin,
Cottbus:

Ich glaube nicht, dass eine Rentenkürzung gut ist. Es gibt heute schon so viele Rentner, die an der Armutsgrenze leben. Ich selbst hoffe noch auf eine staatliche Rente, werde aber zusätzlich auf private Vorsorge setzen.
Harald Friedrich, 55 Jahre, Fotograf, Golßen:
Ich kann das nicht fassen, alle Schulden, die die Regierung macht, werden auf die Kleinen abgewälzt. Und die nennen sich Sozialdemokraten. Wir werden arbeiten, bis wir 68 sind, kaum noch Rente kriegen, und die jungen Leute sitzen auf der Parkbank.
Manfred Johl, 73, Rentner, Kolochau bei Herzberg:
Ich bin seit zehn Jahren Rentner und möchte jetzt nicht auf einmal weniger Rente bekommen. Wer sich das ausgedacht hat, kennt die Situation in der Elbe-Elster-Region nicht.
Ingrid Galke, Erzieherin, Rietzneuendorf:
Als ich mich für die Riester-Rente interessiert habe, wurde mir abgeraten - von jeder Seite. Daher habe ich mich nicht mehr damit befasst. Jetzt sorge ich privat für mein Alter vor.
Inge Golling, 65, Rentnerin, Forst:
Die geplante Kürzung der Rente ist eine Frechheit. Ich bin sehr enttäuscht von der SPD. Es geht nur noch bergab. Im sozialen Bereich wird immer mehr gekürzt, das ist eine Katastrophe hoch drei.
Armida Kiersch, 88, Rentnerin, Lübbenau:
Wenn die Renten gekürzt werden sollten, dann wäre das einfach ungerecht. Aber ich habe es kommen sehen, in Frankreich wurde es vorgemacht und bei uns wird jetzt einfach nachgezogen.
Günter Lorenz, 67, Rentner, Sonnewalde:
Wenn immer weniger junge Leute in Arbeit sind, für die immer weniger Netto bleibt, kann nur eine große Gemeinschaft die Löcher stopfen. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass Arm und Reich gleichermaßen belastet werden. Die soziale Gerechtigkeit ist ganz wichtig.
Auf keinen Fall kann man den Staat noch weiter verschulden.
Helga Wicht, 61, Rentnerin, Knappenrode:
Wenn man hört, was die Bundesregierung bezüglich der Rente für Pläne schmiedet, dann kann ich nur sagen, das ist eine Katastrophe. Es wird immer nur beim Kleinen oder in der Mittelschicht gespart, die ohnehin schon arm dran sind.
Hans-Günther Seyfert, 75, Rentner, Finsterwalde:
Es wäre schlimm, wenn man ausgerechnet bei jenen kürzt, die nach dem Krieg und in einer schweren Zeit diese Gesellschaft mit aufgebaut haben. Hinzu kommt, dass die Ost-Renter noch immer deutlich weniger Geld bekommen als die West-Rentner - und das so viele Jahre nach der Wiedervereinigung.
Günter Lehmann, 67, Rentner, Spremberg:
Schröder hat doch sein Wahlversprechen, er werde Kohls Rentenkürzungen revidieren, gebrochen. Schlimmer noch: die so genannte Riester-Rente privatisiert einen Teil der gesetzlichen Altersversorgung. Ich verstehe nicht, warum jetzt auch die Rentner für die verfehlte Sozialpolitik unserer Regierung "bluten" müssen.
Rosita Ulrich, 59, Röntgenassistentin, Herzberg:
Ich sehe keinen richtigen Sinn in einer Rentenkürzung. Die sind ja hier bei uns im Osten sowieso nicht sehr hoch. Und der ökonomische Effekt, mit 67 Jahren in Rente zu gehen, erschließt sich mir auch nicht. Dann sollten doch lieber die Jüngeren arbeiten können.
Aribert Rakel, 66, Rentner, Großkoschen bei Senftenberg:
Ich halte die Pläne der Regierung nicht für gut. Nicht nur, was die Renten angeht. Angst machen mir zum Beispiel auch die Einschnitte im Gesundheitswesen.