Kriminelle jagen in der gesamten Republik seit Monaten Geldautomaten in die Luft. Mit verschiedenen Strategien wird darauf nun auch in der Lausitz reagiert. Die Spreewaldbank hat neben zusätzlichen technischen Einrichtungen auch nächtliche Schließungen der Automatenstandorte veranlasst, die zuvor einer Gefährdungsanalyse unterzogen wurden. "Damit folgen wir der Empfehlung der Polizei und des Innenministeriums", sagt Vorstand Sven Thamm. Im vergangenen Jahr wurde die Spreewaldbank zweimal Ziel der Täter.

Auch die Volksbank Lausitz hat den nächtlichen Zugang zu Automaten eingeschränkt. "Es gibt weitere Maßnahmen, die von außen aber nicht sichtbar sind", sagt Sprecher Steffen Meisel.

Und auch die Sparkassen rüsten auf. "Klar sind unsere Automaten auf dem neuesten Stand, aber über Sicherheitsfragen sprechen wir nicht", sagt Cosima Ningelgen vom Ostdeutschen Sparkassenverband.

In der Diskussion steht außerdem der Einsatz von Farbpatronen, die beim gewaltsamen Öffnen von Automaten die Geldscheine einfärben. Bisher werden solche Farbbomben als Sicherheitsmaßnahme beim Transport von Geldkoffern mitgeführt.

In Südbrandenburg kam es allein im vergangenen Jahr zu mehr als 60 gewaltsamen Automatenöffnungen. Auch im neuen Jahr hat es schon geknallt, zuletzt in Friedersdorf (Dahme-Spreewald). In Sachsen hingegen spielen gesprengte Geldautomaten eine weniger große Rolle als zerstörte Fahrkartenautomaten, teilt das Landeskriminalamt mit.