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Lausitzer Azubis gegen Bundestrend

Während in den meisten neuen Bundesländern viele Lehrstellen unbesetzt bleiben, freut sich die Lausitz über mehr Azubis.
Während in den meisten neuen Bundesländern viele Lehrstellen unbesetzt bleiben, freut sich die Lausitz über mehr Azubis. FOTO: dpa
Cottbus/Berlin. Mehr als 130 000 Ausbildungsplätzen bundesweit stehen derzeit 98 200 Bewerber nach einer passenden Lehrstelle gegenüber. Während dies zwei Prozent mehr Lehrstellensuchende als im Vorjahr sind, trotzen Lausitzer Azubis diesem Trend. Ch. Taubert und Ch. Sabrowsky

Seit sieben Jahren steigt die Zahl unbesetzter Lehrstellen an. Mit Ende des Berufsberatungsjahres 2015/2016 registriert die Bundesagentur für Arbeit erneut zwei Prozent mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als im Vorjahr. Insgesamt sind es jetzt 130 000.

Immer weniger Vermittlungen - diesem Bundestrend trotzen Azubis in der Lausitz. So gab es in diesem Jahr im Lausitzer Handwerk einen Zuwachs an Lehrverträgen von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Das Handwerk wird beliebter", konstatiert Knut Deutscher, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Cottbus. Im Jahr davor habe die Zuwachsrate sogar bei 19,5 Prozent gelegen. HWK-Präsident Peter Dreißig verweist dennoch darauf, dass es weiter 170 offene Stellen gebe, und dass trotz dieser positiven Tendenz "im ländlichen Raum noch viele Betriebe auf der Suche nach Azubis sind".

Eine Entwicklung gegen den Bundestrend registriert auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus. 1331 betriebliche Ausbildungsverträge in diesem Jahr bedeuten nach Angaben der Kammer zwei Prozent mehr neu besetzte Lehrstellen als im Vorjahr. Vor allem in den Hotel- und Gaststättenberufen sowie im Handel gebe es jedoch noch mehr als 250 freie Ausbildungsplätze.

In Brandenburg waren es zum selben Zeitpunkt 4485 offene Lehrstellen. Dem gegenüber standen rund 3600 Bewerber auf den Abschluss eines Arbeitsvertrags. Laut Arbeitsagentur würden bis Ende Oktober aber sicher noch viele junge Menschen erfolgreich vermittelt.

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