Die Abgeordneten hätten "keine reellen Möglichkeiten, sich gegenüber der Regierung durchzusetzen, die personell und sächlich haushoch überlegen ist". Sie segneten "praktisch formal ab, was die Regierung will".

Die Gewaltenteilung funktioniere "an dieser Stelle nicht mehr", betonte Neskovic, der der Linksfraktion im Bundestag angehört. Er forderte, die Ausstattung des Parlamentes erheblich zu verbessern. Nur dann könne es seine "Rolle als gleichwertiges Organ innerhalb der Gewaltenteilung spielen".

Wolfgang Neskovic ist 2005 über die offene Landesliste der Linkspartei in Brandenburg in den Bundestag eingezogen. Bundesweit bekannt wurde der gebürtige Lübecker in den neunziger Jahren durch seine Forderung nach einem "Recht auf Rausch" im Zusammenhang mit dem Konsum von Cannabis.