Der Forster Taxi- und Transportunternehmer David Sommer vertraut in der Debatte um die Pkw-Maut zunächst dem Versprechen des CSU-Bundesverkehrsministers. Alexander Dobrindt habe versprochen, dass der deutsche Autofahrer nicht mehr belastet werde. Für die David Sommer GmbH mit 17 Fahrzeugen, die auch auf der A 15 verkehren, wäre es ansonsten schon ein Kostenfaktor - "aber verkraftbar". Sommer: "Eine Kilometer-Abrechnung wäre eine Katastrophe."

Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) verweist ebenso darauf, "dass wir den Bund an dem Versprechen messen werden, Pendler nicht weiter zu belasten". Ihr sächsischer Parteifreund Thomas Jurk, der im Bundestags-Haushaltsausschuss sitzt, verweist gegenüber der RUNDSCHAU darauf: "Wir sind gerade in den abschließenden Beratungen für den Etat 2017. Aber von Eckpunkten einer Pkw-Maut ist darin nichts zu sehen."

Mit dem Präsidenten der Verkehrswacht Brandenburg, Rainer Genilke aus Finsterwalde, sind sich Praktiker wie Politiker einig, "dass der Nutzen einer Maut den Aufwand rechtfertigen muss". Genilke habe bisher Bedenken. Zudem erinnert der CDU-Landtagsabgeordnete daran, dass Autofahrer jährlich 55 Milliarden Euro in den Bundeshaushalt einspielen, aber nur drei bis fünf Milliarden in die Infrastruktur fließen.

Bei einer Einigung mit der EU, so der Potsdamer Staatskanzleichef Thomas Kralinski (SPD), "werden wir sehr genau prüfen, dass es keine Nachteile im Grenzverkehr mit Polen gibt".

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