In Ausstellungen, Sonderführungen, gärtnerischen Projekten oder Lesungen solle umfassend thematisiert werden, wie der Mensch seit Jahrhunderten der Landschaft seinen Stempel aufdrückt, kulturelle Kleinode schafft und Ressourcen verbraucht, sagte Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) gestern in Potsdam. Ein besonderer regionaler Schwerpunkt wird die Lausitz sein.

IBA Pückler-Land mit im Boot
Dort bieten unter anderem die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land, ein Kunstprojekt in Forst und die Bran denburgischen Kunstsammlungen Cottbus Veranstaltungen an. Auf den Spuren des in Vergessenheit geratenen Weinanbaus in der Niederlausitz wird eine Sonderschau im Stadt- und Regionalmuseum Lübben wandeln. Aber auch die Historie von Wallanlagen in brandenburgischen Städten oder das frühere Konzentrationslager Sachsenhausen als Standortfaktor sind Themen, die die diesjährige Kulturland-Kampagne beleuchtet.
"Wir können eine große Vielfalt an Veranstaltungen präsentieren, die neugierig auf Brandenburg machen sollen", sagte die Geschäftsführerin des Vereins Kulturland Brandenburg e.V., Brigitte Faber-Schmidt. Auch Musik, Tanz, Literatur oder wissenschaftliche Tagungen rund um das Motto "Landschaft und Gärten" sollen dabei nicht zu kurz kommen. So geht es laut Faber-Schmidt in einem Projekt um Kunst, die im Auftrag von DDR-Massenorganisationen ein ideologisch geprägtes Landschaftsbild transportieren sollte. Auch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg widmet ihre größte Ausstellung im Jahre 2004 - "Preußisch Grün - vom königlichen Hofgärtner zum Gartendenkmalpfleger" - dem Thema Landschaft und Gärten.

Angebote für Kinder
Für Kinder und Jugendliche soll nach den Worten von Faber-Schmidt ebenfalls wieder Einiges geboten werden. Unter dem Motto "Der Mörder ist immer der Gärtner" können sie beispielsweise eine ungewöhnliche Theaterinszenierung mit überdimensional gestalteten Figuren aus dem Pflanzenreich als Protagonisten gestalten.
Land und Bund unterstützen die Kulturland-Reihe nach Auskunft von Wanka mit rund 1,2 Millionen Euro. Auch die brandenburgischen Sparkassen geben gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung Geld. Im Vorjahr lockte das Kulturland unter dem Motto "Europa ist hier!" 219 000 Gäste. (dpa/ta)