Mit 76 Marktständen gehört die Brandenburghalle zu den größten Ausstellungsflächen bei der Grünen Woche in Berlin. Das Bundesland ist bereits zum zwanzigsten Mal in derselben Ausstellungshalle vertreten. Das Nachbarbundesland Sachsen liegt auch auf dem Gelände am Funkturm in der Nachbarhalle. Diese muss der Freistaat sich allerdings mit Nordrhein-Westfalen teilen.

Viele der Dutzenden Lausitzer Aussteller aus beiden Bundesländern setzten auf regionale Produkte. Dabei gilt die Messe für viele Aussteller als Versuchsfeld. Neue Produkte werden ausgetestet und bei Erfolg später auch verkauft. Laut Brandenburger Agrarministerium arbeiten in der märkischen Ernährungswirtschaft mehr als 12 000 Arbeitnehmer, Tendenz steigend. Besonders die regionale Produktkette gewinne immer mehr an Bedeutung.



Bei der heute beginnenden weltgrößten Agrarmesse präsentiert sich die deutsche Landwirtschaft zwar mit breiter Brust - wachsende Umsätze, steigende Einkommen. Nicht zu überhören ist beim Branchentreffen der Landwirte und Ernährungsindustrie aber auch die Kritik: Umwelt- und Verbraucherschützer sowie auch kleinere und ökologisch wirtschaftende Bauern werfen den Großbetrieben vor, sie erzielten ihre Profite auf Kosten von Natur- und Tierschutz. "Wir deutschen Bauern gehen selbstbewusst und mit verhaltenem Optimismus in das Jahr 2013", sagt dennoch Bauernpräsident Joachim Rukwied.