Sobald der Mietvertrag zustande gekommen sei, werde es eine Informationsveranstaltung für die Einwohner von Doberlug-Kirchhain geben, kündigte Feuring an. "Wir brauchen mehr Kapazitäten für eine vernünftige Unterbringung der Menschen, die zu einem großen Teil schwer verstört und traumatisiert sind", begründete der Staatssekretär das Interesse des Landes an der Kaserne, in der bis zu 800 Menschen leben könnten. Für die Betreibung dieser Einrichtung sei das Land zuständig. Die Kommune werde dadurch nicht belastet.

Die derzeitige zentrale Aufnahmestelle des Landes in Eisenhüttenstadt ist mit 1700 Menschen voll belegt. Teilweise erfolgt die Unterbringung dort in Wohncontainern. Die Zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder sind Anlaufpunkt für alle neu ankommenden Asylbewerber. Dort erfolgt die Einleitung der Asylverfahren, bevor die Flüchtlinge auf die Kommunen weiter verteilt werden. Fehlende Quartiere in den Kreisen führten in den vergangenen Wochen auch dazu, dass die Flüchtlinge länger in der Erstaufnahmeeinrichtung bleiben mussten als geplant.