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Lausitz: Hochburg der CDU gebrochen

Cottbus/Berlin. In der Lausitz hat die CDU nach der Bundestagswahl am Sonntag ihre Vormachtstellung verloren. Statt der Siege von CDU-Kandidaten in allen fünf Lausitzer Wahlkreisen in Südbrandenburg und Ostsachsen waren es diesmal lediglich drei. Ch. Taubert

Zweimal setzten sich Kandidaten der AfD durch (siehe untenstehende Wahlkreis-Grafik). Dabei waren in den Wahlergebissen der Erststimmen deutliche Verluste für die CDU zu verzeichnen.

Der Finsterwalder Michael Stübgen hat es mit seinem Gewinn im Wahlkreis 65 (Elbe-Elster/OSL II) geschafft, seit 1990 ununterbrochen in den Bundestag einzuziehen. Der CDU-Kreischef von Elbe-Elster und europapolitische Sprecher seiner Bundestagsfraktion gewann jetzt zum vierten Mal das Direktmandat - viermal kam er über die Landesliste.

Das Ticket der Landesliste hat Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer stets abgelehnt. Er trat seit 2002 (ohne Listenplatz) als Direktkandidat seiner Partei in Görlitz an und gewann. Diesmal ist er Tino Chrupalla (AfD) unterlegen und scheidet aus dem Bundestag aus. Dem AfD-Bewerber Karsten Hilse war auch der CDU-Kandidat Roland Ermer unterlegen. Er sollte die Nachfolge von Maria Michalk (seit 2002 stets im Bundestag) antreten.

Zum zweiten Mal gelang es Jana Schimke (WK 62) und Klaus-Peter Schulze (WK 64) das Direktmandat für die CDU zu holen.