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| 02:57 Uhr

Lausitz auf dem Abstellgleis?

FOTO: Fotolia © bibi
Cottbus. An der Schließung von Haltepunkten auf der RE 2-Strecke zwischen Cottbus und Berlin geht kein Weg vorbei – zumindest für zwei Jahre. Ob es Brand, Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz trifft, bleibt noch offen. Ein Rettungsversuch der IHK Cottbus ist am Mittwoch in Potsdam gescheitert. Christian Taubert

Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) hält die in Aussicht gestellte Schließung von Lausitzer Haltepunkten auf der Strecke des Regionalexpress (RE) 2 zum Fahrplanwechsel ab Dezember für unausweichlich. Einen Rettungsversuch für die vier bedrohten Haltestellen erklärte die IHK Cottbus nach einem Gespräch am Mittwoch in Potsdam für gescheitert.

Wie der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Jens Krause nach einem Krisengespräch gegenüber der RUNDSCHAU betonte, habe die Ministerin zugesichert, "dass es sich um ein Übergangskonzept handelt". Denn neben der neuen Fahrplangestaltung infolge zusätzlicher ICE-Verkehre in Berlin müsse die RE 2-Strecke Umleitungszüge von der Dresdner Bahn aufnehmen. Auf der Strecke Berlin - Dresden wird ab August 2016 anderthalb Jahre gebaut und komplett gesperrt.

Um die Belastungen für täglich 6000 Berufspendler mit dem RE 2 aus Südbrandenburg und Ostsachsen sowie für den Tourismus zu mildern, "ist uns ein engmaschiger Busersatzverkehr zugesichert worden", sagt Krause. Wie es ab dem Jahre 2018 weitergeht, wird noch erörtert. Zumindest sollen die Haltepunkte zwischen Lübbenau und Cottbus wieder angefahren werden.

Bei RUNDSCHAU-Usern gehen die Meinungen zum Thema weit auseinander. Sie reichen von: "Wer Brand zumachen will, der hat den Schuss nicht gehört" bis "Den RE 2 würde ich ab Cottbus erstmalig in Lübbenau halten lassen."