Den Kunden und Händlern wurde ein Gefallen getan, der für lautes Kassenklingeln auch am Advent sorgen dürfte. Und man hat gezeigt, dass man sich im Parlament ausnahmsweise auch mal einig sein kann.
Der Freistaat tut dennoch gut daran, die Sonn- und Feiertage auch in Zukunft zu schützen. Sie sind die letzten Ruhepunkte in einem ansonsten kommerzialisierten Gesellschaftsleben. Dass die Gemeinden künftig entscheiden können, ob sie vier verkaufsoffene Sonntage vor Weihnachten oder zu anderen Anlässen frei geben, ist dabei die akzeptable Ausnahme von der Regel.
Kein Ruhmesblatt ist dagegen das lange Gezerre um ein grundlegendes Ladenschlussgesetz für Sachsen. Während in Sachsen-Anhalt, Berlin und Nordrhein-Westfalen längst die Türen geöffnet werden, wird in Dresden noch monatelang gepokert. Generelle Freigabe oder Beschränkung bis 22 Uhr - das ist dabei eher eine theoretische Frage.