Das bestätigte auf Nachfrage eine Gerichtssprecherin.

Einer der Verurteilten ist Markus W., frühere Spitzenkämpfer des Kickboxteams Cottbus (KBTC) mit deutschem Meistertitel und laut Verfassungsschutz gefährlicher Neonazi. Die drei Cottbuser waren schuldig gesprochen worden, weil sie laut Urteil im Februar 2013 in Cottbus einen Anhänger der Rocker-Gruppierung "Hells Angels" durch zwölf Messerstiche lebensgefährlich verletzten.

Anstifter der Tat sei der Ex-Kickboxer gewesen, der sich an dem Rocker rächen wollte und ihn deshalb durch einen Anruf auf die Straße lockte, wo ihm die Angreifer auflauerten. Nach der Tat waren alle drei untergetaucht. Markus W. war im Mai 2013 in Österreich durch Spezialkräfte der Polizei gefasst worden. Die beiden Mittäter gingen der Polizei in der Lausitz schon vier Wochen vorher ins Fahndungsnetz. Seitdem saßen sie in Untersuchungshaft. Vor Gericht hatten alle drei geschwiegen. Ihre Verteidiger hatten vergeblich Freisprüche gefordert, weil sie die Beweise als nicht ausreichend betrachteten.