Die voraussichtlichen Erträge belaufen sich den Angaben zufolge auf durchschnittlich 64 Dezitonnen je Hektar und liegen damit über dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre. Dabei seien unter anderem 410 000 Hektar Getreide und 130 000 Hektar Raps gedroschen worden. Zudem bauten die Bauern auf 70 000 Hektar Kartoffeln an. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anbaufläche um rund sieben Prozent.
Nach Angaben des Landes bauernverbands hält sich trotz des guten Ergebnisses der Gewinn der Landwirte in Grenzen. Wegen der weltweit guten Erträge seien die Abnehmerpreise im Schnitt um 20 Prozent gefallen, sagte Vizepräsident Reinhard Förster. Zugleich hätten sich seit Jahresbeginn die Produktionskosten um bis zu 38 Prozent erhöht. Die Milch- und Fleischerzeuger profitierten wiederum von den sinkenden Weltmarktpreisen.
Förster verwies darauf, dass aufgrund des Klimawandels die Ernteerträge in den Regionen stark differierten. In manchen Gebieten müssten in den kommenden Jahren die Anbaukonzepte und -methoden grundlegend überdacht werden. Gerade im Norden des Landes habe es wegen sandiger Böden und Trockenheit bereits in diesem Jahr massive Ernteeinbußen gegeben. (ddp/das)