Er rechne mit Erträgen von etwa zwei Millionen Tonnen in diesem Jahr, sagte der Präsident des Brandenburger Landesbauernverbandes, Udo Folgart, am Donnerstag zum offiziellen Ernteauftakt in Linum (Ostprignitz-Ruppin). Das seien rund 100 000 Tonnen weniger als 2011 und etwa 400 000 Tonnen weniger als im Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre. Bei Getreide gab es einen Ertrag von etwa 4,5 bis 5,5 Tonnen pro Hektar. Für dieses Jahr würden vier Tonnen angepeilt.

Kahlfrost ab Mitte Januar mit Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius sowie Spätfrost im März und April hätten massive Auswinterungen und Feldumbrüche verursacht, sagte Folgart. 19 Prozent des Winterweizens und zwölf Prozent der Wintergerste seien umgebrochen worden. In ganz Brandenburg waren seinen Angaben zufolge rund 47 000 Hektar betroffen.

Auf den umgebrochenen Flächen wurde nach Angaben des Präsidenten daraufhin Sommergetreide und Mais angebaut. Dies sei der Grund, warum die Anbaufläche für Sommergetreide um 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen sei, sagte er. Insgesamt blieb die Getreideanbaufläche mit 482 000 Hektar im Land nahezu konstant. Der Roggen habe die Witterung noch am besten ausgehalten, sagte Folgart.

Positive Erträge erwarteten die Landwirte auch bei Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben und Sonnenblumen. Er hoffe nun auf trockenes Wetter für die Ernte .