Wöller bezeichnete den Sport als Schlüssel für mehr Lebensqualität. Sachsen wolle die Vereine in diesem Jahr mit 10,8 Millionen Euro unterstützen. Für Unmut sorgte ein von Wöller verwendetes Zitat des römischen Satirikers Juvenal. Der Spruch vom "gesunden Geist, der in einem gesunden Körper lebt", stieß unter anderen beim Linksabgeordneten Horst Wehner - einem mehrfachen deutschen Meister im Rollstuhl-Tanzen - auf Kritik. Die Debatte wurde auch von einer Gruppe Gehörloser verfolgt. "Ich bin fassungslos", reagierte die Grünen-Abgeordnete Astrid Günther-Schmidt. Dass Wöller den schwergewichtigen SPD-Abgeordneten Karl Nolle ausdrücklich zum Sporttreiben ermunterte, nannte Linksfraktionschef André Hahn eine "Unverschämtheit".Hahn warf Wöller vor, in seinem Bericht nur Allgemeinplätze zu liefern und beleuchtete beispielsweise den Schulsport kritisch. "Der Ausfall im Fach Sport liegt nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt der anderen Fächer", sagte Hahn. Ähnlich äußerten sich Vertreter von Grünen und Liberalen. Die Linken verlangten von der Regierung, etwas gegen die zunehmenden Nutzungsgebühren für kommunale Sportstätten zu unternehmen. Zugleich schlugen sie ein Sportfördergesetz vor, in dem der Sport als Pflichtaufgabe der Kommunen eingestuft wird.Die Grünen monierten den schlechten Zustand vieler Turnhallen und Sportgeräte. "Diese Mängel können zu teilweise erheblichen Einschränkungen des Sportunterrichts führen", sagte die Abgeordnete Astrid Günther-Schmidt. Abschließend empfahl sie der CDU "fünf Jahre Trainingslager in der Opposition". "Die Förderung des Sports ist die beste Jugendarbeit. Dort haben Jugendliche Erfolg und Misserfolg und lernen Teamfähigkeit. Wir müssen daher noch mehr als bisher in die Förderung des Vereinssports und in Sportstätten investieren", argumentierte FDP-Politiker Torsten Herbst. dpa/han