Mit den Stimmen aller Fraktionen - abgesehen von den zu diesem Zeitpunkt komplett abwesenden Freien Wählern - fasste das Landesparlament am Donnerstag einen Beschluss, wonach der Landtag die geplante Ina unterstütze und die Landesregierung auffordere, dies mit den regionalen Akteuren vor Ort ebenfalls zu tun. "Das heißt, dass wir eine Verpflichtung haben, jetzt wirklich auch zum Gelingen der Inabeizutragen", sagte der Grünen-Abgeordnete Benjamin Raschke. "Wir können zeigen: Vielleicht können wir in Brandenburg keinen Flughafen bauen, aber Natur, das können wir."

Der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick begrüßte ebenfalls die Ina, betonte aber, dass es trotz der Ina keine weiteren Wildnisflächen geben dürfe. Zugleich warnte er vor zu hohen Besuchererwartungen. 250 000 Besucher im Anfangsjahr und 50 000 in den Folgejahren seien nicht realistisch. Seine Fraktionskollegin Sylvia Lehmann begrüßte es, dass es vor Ort und im Landtag mittlerweile Kompromisse gebe.

"Die Notwendigkeit, aus diesem großen Areal etwas machen zu müssen, hat dazu geführt, dass jetzt alle Akteure beisammen sind." Landtagsvizepräsident Dieter Dombrowski (CDU) betonte, keine Zweifel daran zu haben, dass das Projekt die gemeinsame Unterstützung der Parlamentarier verdient habe.

Auch die Linken-Abgeordnete Anke Schwarzenberg und der AfD-Abgeordnete Sven Schröder unterstützten das Projekt in ihren Reden. "Die Landesregierung hat in der Vergangenheit die Aktivitäten der Ina stets unterstützt", sagte Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD). Dies werde auch weiter so geschehen, auch mit Geld. Bei der Munitionssondierung und Bergung im Landeswald sei man gut vorangekommen.

"Der Waldumbau geht voran, wir wollen für eine noch größere Artenvielfalt sorgen, und der Platz ist ja auch da", sagte Vogelsänger. "Bei Wildnisflächen gehöre ich zu den Umweltministern, die ein Stück zurückhaltender sind." Sein erstes Ziel sei, dass die Menschen Natur erleben können.