Erfolgreiche Volksinitiativen mit mindestens 20 000 Unterschriften von Bürgern, die vom Landtag abgelehnt wurden, waren unter anderem: "Zur Einbringung eines Gesetzes zur Förderung der Musikschulen" (55 297 Stimmen/Juli 1999); "Für Volksentscheide im Grundgesetz" (29 319 Unterschriften/August 2001); "Rettet Brandenburgs Alleen" (32 762/April 2009) oder "Hochschulen erhalten" (mehr als 40 000/Oktober 2013).

Allerdings haben in Brandenburg zwei Volksbegehren mit mehr als 80 000 Unterschriften zum Einlenken des Landtages geführt. So hat die rot-rote Mehrheit den Befürwortern eines Nachtflugverbotes am Flughafen BER (Juni 2012) zugestimmt, ein neues Gesetz zu erlassen - das gleichlautende Volksbegehren war in Berlin aber gescheitert. Bis heute gibt es keine Einigung zwischen beiden Ländern.

Auf das zweite erfolgreiche Volksbegehren "Stoppt Massentierhaltung" (Januar 2016) reagierte der Gesetzgeber mit einem - von den Einreichern geforderten - neuen Gesetz mit mehr Tierschutz. Der darin verankerte Tierschutzbeauftragte ist Teil des beschlossenen Verhandlungskompromisses. Er soll zum 1. Januar 2017 seine Arbeit aufnehmen.