Hier müsse das Wirtschaftsministerium Druck auf die Kommunen ausüben, um zu einer kreisübergreifenden Vermarktung zu kommen, sagte die Tourismus-Expertin der SPD-Fraktion, Barbara Hackenschmidt, gestern in Potsdam. Zuvor hatte die Fraktion einen Antrag gutgeheißen, der noch mit dem Koalitionspartner CDU abgestimmt werden muss. Er fordert die Landesregierung auf, die Leistungsfähigkeit der bestehenden 13 Reiseregionen zu analysieren.

Kooperation muss effektiv sein
Nur wenn die Regionen ihre "vorrangigen touristischen Themen" identifizierten und ihr Marketing darauf konzentrierten, sei eine effektive Kooperation mit anderen Regionen und mit der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH möglich, heißt es in dem Papier. Den Radler oder Paddler interessiere nicht, in welchem Landkreis er gerade unterwegs ist und was der ihm Besonderes bietet, sondern der Reisende wolle die Strecke als Ganzes kennen lernen, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Günter Baaske. In einem zweiten Antrag soll nach dem Willen die Regierung aufgefordert werden, die 2002 begonnene Qualitätsoffensive im Tourismus fortzusetzen.

Rekord bei Übernachtungen
Brandenburgs Tourismus-Wirtschaft erzielte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben mit 3,2 Millionen Gästen und 8,8 Millionen Übernachtungen einen Rekord. Beliebteste Urlaubsregionen waren der Fläming, der Spreewald und das Ruppiner Land (die RUNDSCHAU berichtete). Dem Potsdamer Wirtschaftsministerium zufolge beziehen rund 125 000 Menschen in der Branche ein Einkommen. Es gebe rund 50 000 Vollzeitbeschäftigte. (dpa/mb)