Mit dem Gesetz ist der Freistaat den Angaben zufolge bundesweit das einzige Land, das neben Überschwemmungsgebieten nun auch überschwemmungsgefährdete Gebiete etwa hinter Deichen ausweist. In beiden Gebieten muss künftig spezielle Hochwasservorsorge getroffen werden.

Weitere Neuregelungen betreffen durch Hochwasser entstandene Gewässeraufweitungen oder neue Gewässerbetten, die künftig grundsätzlich zu erhalten sind. Durch Fluten beschädigte oder zerstörte Ufermauern sollen in der Regel nicht wieder aufgebaut, sondern die Ufer in einen naturnahen Zustand versetzt werden. "Mit dieser Änderung im Wassergesetz geben wir den Flüssen mehr Raum", sagte Umweltminister Kupfer.

Die Opposition scheiterte mit dem Ansinnen, die Verabschiedung des Gesetzes zu vertagen, um noch einmal ausführlicher die Konsequenzen aus dem jüngsten verheerenden Hochwasser zu beleuchten.

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An den drei Binnenhäfen in Sachsen ist einen Monat nach dem Elbehochwasser die Normalität weitgehend zurückgekehrt. In Riesa sei der provisorische Betrieb wieder aufgenommen worden; ab 1. August werde dann dort wieder alles so laufen, wie es vorher war, sagte die Sprecherin der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH, Mandy Seeliger.