Die Verwaltung habe keine konkreten Anhaltspunkte über einen Zusammenhang zwischen dem Tod des Baumanagers und der Kostenexplosion der neuen Vogtland arena, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes. Als Projektsteuerer der Großschanze habe sich der 56-Jährige ein extremes Arbeitspensum auferlegt. Man habe ihm zwar eine hohe Belastung angesehen, aber nicht vermutet, dass es so große Probleme gegeben habe, die zu einem Selbstmord geführt haben könnten.
Die Polizei hatte vier Tage lang teilweise mit Hubschrauber nach dem seit Freitag vermissten Degenkolb gesucht. Medienberichten zufolge hatte er Suizidabsichten wegen beruflicher Probleme geäußert. Am Mittwoch war er von einem Waldbesitzer nahe der vogtländisch-bayerisch-thüringischen Grenze tot aufgefunden worden. Sein Pkw stand verschlossen in der Nähe. Die Polizei bestätigte jetzt den Selbstmord. Fremdverschulden wird ausgeschlossen.
Der Vogtlandkreis war in die Kritik geraten, da sich die Baukosten für die Vogtlandarena mehr als verdoppelt haben. Der Landrat rechnet mit rund 15 Millionen Euro. (ddp/mb)