"Ich bin mehr als verwundert, wenn man nun aus der Presse erfährt, welche Behörden in die Landkreise und Regierungspräsidien integriert werden sollen", sagte der Vizepräsident des Gremiums, Manfred Graetz. Dies sei keine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. In Sachsen gehören fast alle Landräte zur CDU. Buttolo bedauerte die Reaktion.
Nach Angaben des Landkreistages wurde Buttolo auf einer Sitzung am 20. März angeboten, seine Vorstellungen zu erörtern. "Dabei hat der Innenminister nicht einmal ansatzweise erkennen lassen, wie eine inhaltliche Ausrichtung der Verwaltungsreform aussehen könnte." Fragen zur Kommunalisierung staatlicher Aufgaben seien unbeantwortet geblieben. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn eine notwendige inhaltliche Auseinandersetzung mit einer Rücktrittsdrohung verbunden werde. Buttolo hatte seine politische Zukunft an den Erfolg der Verwaltungsreform geknüpft. Andernfalls würde er die "Notbremse" ziehen.
Buttolo bedauerte die Reaktion. Für ihn sei es selbstverständlich gewesen, dass zunächst Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) über die Reformpläne informiert werde. "Es war aber von vornherein geplant, in den folgenden Tagen Einzelgespräche mit den Landräten zu führen. (dpa/mb)