Die Ursachen dafür seien vielfältig, oftmals aber auf Arbeitslosigkeit oder Sozialhilfebedürftigkeit zurückzuführen. "Häufig reicht das Einkommen so schon kaum für das Nötigste und wenn dann unvorhergesehene Schicksalsschläge hinzukommen, kann das Familien schnell in eine Notlage bringen", erklärte Kuhl. Die am 4. Dezember 1992 von der damaligen Sozialministerin Regine Hildebrandt (SPD) gegründete Stiftung verfolgt das Ziel, Familien in akuten Notlagen zu helfen, in die sie unverschuldet geraten sind. Meist werden die Familien bei der Anschaffung von dringend benötigten Möbeln oder Haushaltsgeräten unterstützt.

Dabei agiert die Stiftung nachrangig - sie kommt nur zum Einsatz, wenn die gesetzlichen Leistungen nicht ausreichen. "Die Stiftung ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Hilfsangebots in Brandenburg", sagte Kuhl. Dennoch müsse sie noch bekannter werden. "Viele wissen gar nicht, dass sie auch Hilfe bekommen können", berichtete die 58-Jährige.

Im Sommer seien sie deshalb auch auf Stadt- und Dorffesten unterwegs, um sich sowohl den Menschen vorzustellen als auch um Spenden zu werben. "Wenn wir dann die Geschichten der Menschen hören, wissen wir teilweise gar nicht, wie sie es schon so lange ausgehalten haben." Die Stiftung trage mit ihrer Arbeit einen Teil zur Minderung der Not bei, sagte Kuhl. Ziel sei, den Menschen eine Perspektive zu bieten, damit sie ihren Alltag langfristig wieder möglichst eigenständig meistern könnten. "Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten", betonte die Geschäftsführerin.