"Die Erhöhung des Mindestlohns ist ein wichtiges Signal für alle Beschäftigten, die für öffentliche Aufträge von Land und Kommunen eingesetzt werden", sagte Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) am Dienstag in Potsdam. Noch wichtiger wäre, dass bei den Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene ein Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde bindend festgeschrieben wird. Unterstützung erhielt Baaske vom Grünen Fraktionsvorsitzendem, der die Erhöhung als "überfällig" bezeichnete. Dagegen äußerten sich Vertreter von CDU und FDP kritisch: "Es mache keinen Sinn", einen Mindestlohn im Vergabegesetz zu verankern, so Andreas Büttner (FDP). Michael Schierack (CDU) erklärte gegenüber der RUNDSCHAU, dass es diskutabel sei, ob ein Mindestlohn allen Menschen nutze oder ob er nicht dazu führe, dass Arbeit für gering Qualifizierte verhindert werde. "In jedem Fall ist es Aufgabe der Tarifparteien und nicht der Politik, einen Mindestlohn festzusetzen."