Derzeit gilt ein Mindestalter von 25 Jahren für die Kandidatur zum hauptamtlichen Bürgermeister oder Landrat und ein Höchstalter von 62 Jahren für die dann folgende achtjährige Amtszeit.

Mit Blick auf die Reife der 18- bis 24-Jährigen, die höhere Lebenserwartung und das angehobene allgemeine Renteneintrittsalter seien diese Altersgrenzen nicht mehr zeitgemäß, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) zur Begründung. „Wir können es getrost den Bürgerinnen und Bürgern überlassen, wer nach ihrer Ansicht die beste Kandidatin oder der beste Kandidat ist“, sagte der 60-Jährige.

In Folge der demografischen Entwicklung würden die Amtsträger in Verwaltung und in den Parteien immer älter, erläuterte Ministeriumssprecher Ingo Decker. Eine Ausnahme ist Philipp Wesemann (SPD), der Anfang Mai sein Amt als jüngster Bürgermeister Brandenburgs in Forst (Spree-Neiße) antrat - mit 25 Jahren.