Die Ergebnisse der Prüfung seien Anfang Juli dem Landtagspräsidenten übergeben worden.

Danach wurden vom Land im Jahr 2011 im Durchschnitt knapp 90 000 Euro pro Person im Jahr als Aufwandsentschädigung an die Betreuer gezahlt. In Medienberichten hieß es, die Kosten würden explodieren.

Von 2000 bis 2011 hätten sich die Gesamtausgaben des Landes für Betreuungen auf 32,7 Millionen Euro im Jahr vervierfacht. Mittlerweile gebe es auch fünfmal so viele gutverdienende Berufsbetreuer, die Jahreseinkommen von mehr als 70 000 Euro hätten.

Aus Sicht des Landesrechnungshofes sollten zur Verbesserung der Lage mehr ehrenamtliche Betreuer gewonnen werden. Auch das Thema Vorsorgevollmacht müsse eine größere Rolle spielen.

Beispielsweise könnten sich Ehegatten und eingetragene Lebenspartner gegenseitig vertreten. In Deutschland werden derzeit etwa 1,3 Millionen Menschen rechtlich betreut. In Brandenburg bestanden Mitte Juni 2011 knapp 50 000 Betreuungen. Gründe für die Anordnung sind geistige Behinderungen, psychische Erkrankungen oder Alkoholismus.