Er wolle das Gedenken nicht streichen, sondern verstärken, sagte Siegl. Es sei besonders wichtig für die junge Generation, damit sich die Schrecken der Shoah nicht wiederholten. Deswegen versuche er bereits seit 14 Jahren durch Synagogenführungen und ökumenische Gottesdienste vor Antisemitismus zu warnen. Siegl fügte hinzu, sollte er mit Äußerungen zum Gedenken möglicherweise missverstanden worden sein, bedauere er dies. Anfang der Woche hatte er in einem Interview vor Antisemitismus in Sachsen gewarnt und erklärt, manchmal glaube er, das ganze Gedenken „bringt doch gar nichts“. Er hatte zugleich aber auch betont, dass am 9. November erinnert und alarmiert werden müsse.