Die Landesdirektion steht in der Kritik, denn sie hatte dem Büro Lupus 2011 eine Sondergenehmigung für die grausame Fangmethode erteilt. Die Wolfsschützer fangen seitdem mit gepolsterten Tellereisen die geschützten Raubtiere ein, um ihnen GPS-Sender anzuhängen. Problem dabei: Tellereisen sind seit 1995 EU-weit verboten.

Die Landesdirektion hält dagegen, sie habe "die naturschutzrechtliche, die artenschutzrechtliche und die tierschutzrechtliche Zulässigkeit" der Soft-Catch-Traps "umfangreich geprüft".

Im Ergebnis sei die Falle "für die kurzzeitige Entnahme von Wölfen aus der Natur genehmigt" worden. Begründung: Die gepolsterten Fangeisen wurden "für den besonderen Verwendungszweck - dem kurzzeitigen Festhalten eines Tieres, ohne dieses zu schädigen - modifiziert".

So sei eine "schonende, zugleich aber auch sichere Fixierung des Tieres möglich". Zudem, heißt es weiter, würden Sender sofort anzeigen, wenn ein Tier in die Falle tappt - und somit "minimale Verbleibzeiten" garantieren.

Der Landesjagdverband will das nicht gelten lassen. "Diese Fallen funktionieren wie normale Tellereisen", sagt Vize-Verbandschef Heinz Baacke. "Das Tier, das darin festgehalten wird, versucht zu flüchten, tobt und kann sich dabei schwer verletzen." Zudem sei auch das kurzzeitige Festhalten von Muttertieren, die ihren Nachwuchs zu versorgen haben, fragwürdig, so Baacke.