Hintergrund der Debatte ist eine neue Verteilung der Ticketeinnahmen ab Jahresende im gesamten Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Der Einnahmeverteilungsvertrag innerhalb des VBB umfasst pro Jahr ein Volumen von 695 Millionen Euro. Der VBB schüttet davon 14 Millionen in der Mark aus. Den Rest des Gesamtvolumens erhielten in Berlin bislang S-Bahn, BVG und DB Regio en bloc und verteilten ihn anteilig nach gefahrenen Kilometern und beförderten Fahrgästen.
Mit dem Eintritt des vierten Anbieters, dem Unternehmen ODEG, ab Dezember muss der Vertrag neu verhandelt werden, auch, weil S-Bahn und DB Regio den Kontrakt kündigten. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fürchten einen Verlust von 34 Millionen Euro pro Jahr.