Für die Nachfolge bewirbt sich die 25 Jahre alte Studentin Franziska "Ska" Keller aus Guben (Spree-Neiße). Der 51 Jahre alte Axel Vogel, der zusammen mit Vohland den Landesverband seit zwei Jahren geführt hatte, tritt zur Wahl morgen wieder an. Allerdings hat er einen Gegenkandidaten, den Bildungsexperten Martin Köhler (49). Die Partei hat nach eigenen Angaben 650 Mitglieder. Sie ist seit 1994 nicht mehr im Landtag vertreten.
Heute Abend sollen die 75 Delegierten zunächst über den Leitantrag des Landesvorstands mit dem Titel "Die Lausitz nach der Braunkohle" debattieren. Dazu wird auch Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke erwartet. "Wir versuchen, in dem Leitantrag nachzuweisen, dass die Braunkohle in der Lausitz nicht die Rolle spielt, die die Landesregierung behauptet", sagte Vogel. Nur fünf Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der märkischen Lausitz seien in der Braunkohle-Branche.
"Insgesamt legen die Grünen hier einen Plan B für die Lausitz vor", erläuterte Vogel. Der Strukturwandel müsse jetzt eingeleitet werden. "Wir alle wissen: Wenn jetzt nicht die Weichen für den Ausstieg aus der Braunkohlenutzung gestellt werden, werden sich die Förderanlagen immer weiter in das Land fressen", heißt es im Antrag. (dpa/mb)