Bei der Landtagswahl 2009 erhielt die FDP zehn Prozent der Stimmen. „Man sollte Einzelumfragen nicht überbewerten. Wir hatten in diesem Jahr zwei Umfragen mit sechs Prozent. Jetzt haben wir eine Umfragezahl, deren Ergebnis nicht schön ist“, kommentierte FDP-Generalsekretär Torsten Herbst am Montag das Ergebnis. Er sei zuversichtlich, dass Schwarz-Gelb in einem Wahlkampf die Mehrheit verteidigen könne. In anderen Umfragen sei die sächsische Regierungsarbeit deutlich besser bewertet worden als die in Berlin. Allerdings räumte auch Herbst Probleme ein. Ein „klarer Kompass und klare Ziele“ seien die Voraussetzung für Rückhalt bei den Wählern.

Für das am Montag veröffentlichte Meinungsbarometer im Auftrag der „Leipziger Volkszeitung“ befragte das Institut für Marktforschung Leipzig Anfang Oktober 1001 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte. Die CDU kam auf 44 Prozent (Landtagswahl: 40,2). Zu den Gewinnern der Umfrage zählen auch die Grünen, die ihr Ergebnis von 6,4 auf elf Prozent steigern könnten. Die Linke bliebe zwar zweitstärkste Kraft im sächsischen Landtag, rutscht aber von 20,6 auf 17 Prozent ab. Die SPD könnte sich leicht verbessern – von 10,4 auf zwölf Prozent. Die NPD müsste mit drei Prozent aus dem Landtag ausziehen. Den stärksten Zuwachs hätten die Piraten, die mit achtProzent in den Landtag einziehen würden.