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Land zwingt Lkw auf Autobahn

Die Lübbener leiden unter dem Schwerlastverkehr.
Die Lübbener leiden unter dem Schwerlastverkehr. FOTO: Berg
Cottbus. Eine Tonnage-Beschränkung soll den Lkw-Schwerlastverkehr von der gegenwärtigen B 169-Umleitungsstrecke auf die Autobahnen 15 und 13 verdrängen. Der Landesbetrieb Straßenwesen will ab Mittwoch die Landesstraße 51 zwischen Lindchen, Woschkow und Großräschen für Lkw ab 7,5 Tonnen sperren. Christian Taubert

Das bestätigte Sachgebietsleiterin Anke Schlosser am Montag gegenüber der RUNDSCHAU und fügte hinzu: "Wir haben alle Anstrengungen unternommen, um die Tonnage-Beschränkung zu erwirken."

Hintergrund für diesen Schritt ist die Missachtung des Hinweises, wegen der Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt Allmosen und der damit verbundenen Vollsperrung der B 169, dass Schwerlaster über das Spreewald-Dreieck verkehren sollen. Der Landesbetrieb, der hier zugleich Straßenverkehrsbehörde ist, hat zwar noch kein grünes Licht dafür vom Landkreise Oberspreewald-Lausitz. Die Tonnage-Beschränkung kann aber auch durch das Potsdamer Infrastrukturministerium genehmigt werden.

Bereits vor den Bauarbeiten hatten B 169-Anwohner zwei Gerichtsurteile erstritten. Danach muss ihnen mehr Lärmschutz gewährt werden. Lkw-Fahrverbote auf der Bundesstraße sind dafür eine Option.

Unterdessen haben sich der Landesbetrieb und die Stadt Drebkau über die Beseitigung der Schäden geeinigt, die durch Umleitungsverweigerer während der Bauarbeiten an der Kreuzung Schorbus Ende Juli entstanden sind. Drebkaus Bürgermeister Dietmar Horke (parteilos) hatte in der RUNDSCHAU beklagt, dass Radwege zerstört und Bankette eingefahren wurden. "Wir kümmern uns um die Instandsetzung", sagte Anke Schlosser.