Wir wissen nicht, ob Mrs. Trump stricken kann oder ob sie sich für das Klima erwärmt. Auf eines können wir uns aber einstellen: Ehefrauen werden wieder wichtiger. Warum auch nicht. Wenn etwas der geschockten Welt helfen kann, dann doch wohl die Liebe.

Neulich beim Parteitag der sächsischen CDU, da war Liebe in der Luft. Da trat Landtagspräsident Matthias Rößler ans Pult und bekannte: "Ich liebe nicht nur meine Frau, ich liebe auch mein Land." Rößler nahm einen bekannten Ausspruch des Ex-Bundespräsidenten Gustav Heinemann her. Der hatte damals in den 70er-Jahren noch gesagt, er liebe keine Staaten, er liebe seine Frau, fertig! Rößler ging nun einen Schritt weiter. Die Romantik ging vor Ort leider unter, denn es gab viel Geld und Macht und Ordnung zu besprechen bei der CDU. Die SPD war da besser dran, auf deren Parteitag gab es sogar einen Heiratsantrag.

Haushaltsverhandlungen sind lang und langweilig für die, die sie nicht betreffen. Wer aber betroffen ist, ist selten wirklich glücklich mit dem, was dabei herauskommt. Sachsens Lehrer könnten mit dem Stand der Dinge ganz zufrieden sein, sie haben schließlich mehr Geld bekommen. Es sind aber nicht alle Lehrer zufrieden, denn nicht alle bekamen mehr Geld. Vertrackte Sache, die muss erklärt werden.

Warum nun die einen was bekamen, die anderen aber nicht, das erklärte neulich im Landtag der CDU-Bildungspolitiker Patrick Schreiber mithilfe eines handfesten Vergleichs, den die meisten von uns aus dem täglichen Leben kennen: Da geht die Waschmaschine kaputt, Mist! Man muss also Geld in die Hand nehmen, um den Status quo ante wiederherzustellen.

"Man kauft sich aber keine neue Espressomaschine, wenn die Waschmaschine kaputt ist", so Schreiber. Leuchtet ein.