Das geht aus dem Entwurf einer Mitteilung des Ministeriums an die Staatlichen Schulämter zur "Einführung von Präsenzzeiten" bei Lehrkräften hervor, die in den nächsten Wochen verschickt werden soll.
Das Ministerium verspricht sich vom längeren Aufenthalt von Lehrern an den Schulen eine "Verbesserung des Schulalltags" - als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden bei der Pisa-Studie. Dies biete die Möglichkeit, so das Papier, "Schüler besser zu fördern" und schaffe Raum für eine "intensivere Kommunikation" zwischen Lehrern, Schülern und Eltern, aber auch innerhalb der Kollegien.
Die Schulleiter vor Ort sollen künftig über das Direktionsrecht anordnen, welche Lehrer wie lange in den Schulen bleiben - im Rahmen ihrer Jahresarbeitszeit.
Die Pläne, die auf eine Vorgabe des Koalitionsvertrages der SPD/CDU-Regierung zurückgehen, sind brisant. So kündigt die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereits Widerstand an. "Das ist der Versuch, auf dem Rücken der Lehrer Billigmodelle zur Ganztagsbetreuung zu organisieren", erklärte GEW-Landeschef Günther Fuchs. Präsenzpflichten dann auch noch über das Direktionsrecht der Schulleiter zu exekutieren, so Fuchs, sei "das Dümmste, was man machen kann". (Eig. Ber./thm)