Jahrestages des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni ist eine zentrale Gedenkveranstaltung im Pauli-Kloster geplant, sagte Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos) am Dienstag. Außerdem wird an den 80. Jahrestag der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Januar 1933 erinnert. Es gehe darum, Defizite auszuarbeiten und Geschichte in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken, sagte Kunst. Das Kulturland Brandenburg steht in diesem Jahr unter dem Motto "Kindheit".

Zum Volksaufstand in der DDR sind in mehreren Städten Veranstaltungen und Projekte vorgesehen. Aus Hennigsdorf, Velten und Oranienburg zogen beispielsweise mehr als 15 000 Arbeiter in das Berliner Zentrum, um dort gegen die Regierung der DDR zu demonstrieren. Eine Wanderausstellung zum Volksaufstand wird von der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe, am 17. Juni erstmals in Rathenow präsentiert. Danach ist sie in Wittenberg und Senftenberg zu sehen.

Zum Tag von Potsdam am 21. März 1933, der den Schulterschluss zwischen Hindenburg und Hitler symbolisiert, gibt es im Potsdamer Filmmuseum Lesungen, Vorträge, Filme und Diskussionen. Beim diesjährigen Kulturland mit etwa 30 Projekten geht es um Kindheit im Wandel der Zeiten. Rund 900 000 Euro werden dafür als Fördermittel bereitgestellt.