Lammert hatte den Gegnern der Euro-Rettungsbeschlüsse in der Debatte über den EFSF-Rettungsfonds Ende September jeweils rund fünf Minuten Redezeit eingeräumt, obwohl sie von ihren Fraktionen nicht als Redner aufgestellt worden waren.

Afghanistan: USA wollen bis 2014 bleiben

Nach dem Abzug der Nato-Kampftruppen aus Afghanistan Ende 2014 wollen die USA nach afghanischen Angaben noch mindestens zehn Jahre lang Soldaten am Hindukusch stationieren. Auf Basis der vorliegenden Dokumente sei die geplante strategische Partnerschaft mit den USA über zehn Jahre bis 2024 ausgelegt, sagte die Sprecherin der Loja Dschirga in Kabul, Safia Seddiki, am Donnerstag. Die Große Ratsversammlung war am Donnerstag Ziel von Raketenangriffen der Taliban. Sie debattiert noch bis Samstag über das geplante bilaterale Abkommen, das zwischen Kabul und Washington noch ausgehandelt wird.

Tusk rangiert viele Minister aus

Polens wiedergewählter Ministerpräsident Donald Tusk startet mit vielen neuen Gesichtern in die zweite Amtszeit: Nur acht der insgesamt 19 Kabinettsmitglieder, die er am Donnerstag in Warschau vorstellte, waren bereits in der vorherigen Regierung. Darunter ist Tusks Vizepräsident und Koalitionspartner Waldemar Pawlak von der Bauernpartei PSL.

Timoschenko wehrt sich gegen Ermittler

Die Verteidigung der zu sieben Jahren Haft verurteilten ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko hat bei der Generalstaatsanwaltschaft einen Antrag auf Einstellung aller neu gegen sie eröffneten Verfahren gestellt. Die Staatsanwaltschaft wirft Timoschenko unter anderem vor, als Chefin des Energieunternehmens EESU in den 90er-Jahren Einnahmen in Höhe von 165 Millionen US-Dollar nicht versteuert zu haben.

Europäer forcieren Syrien-Resolution

Mit Rückendeckung aus der arabischen Welt dringen Deutschland, Großbritannien und Frankreich auf eine UN-Resolution gegen das Regime in Syrien. Der Entwurf, für den mehrere arabische Länder den Europäern bei einem Treffen am Mittwoch bereits ihre Unterstützung versichert hätten, solle jetzt umgehend dem UN-Sekretariat zugeleitet werden, verlautete am gestrigen Donnerstag aus dem Umfeld des deutschen UN-Botschafters Peter Wittig.