Dresdner Zollfahndern ist ein Schlag gegen einen internationalen Drogenhändlerring gelungen. Sie stellten 220 Kilogramm Marihuana mit einem Verkaufswert von etwa 2,2 Millionen Euro sicher, wie Staatsanwaltschaft und Zollfahndungsamt am Dienstag in Dresden mitteilten. Außerdem beschlagnahmten sie 35 000 Euro Bargeld, einen Pkw und einen Sattelzug. Es sei die größte sichergestellte Menge von Marihuana in den vergangenen zehn Jahren, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes Dresden, Frank Schröter.

Bereits Ende April seien insgesamt fünf Wohnungen in Leipzig und Berlin, eine Lagerhalle in Dahme-Spreewald sowie ein spanischer Tanklastwagen durchsucht worden. Das Amtsgericht Dresden erließ Haftbefehle gegen sechs Männer im Alter zwischen 22 und 45 Jahren und ordnete Untersuchungshaft an.

Tanklaster als Versteck

Die Zollfahnder ermittelten seit Juni 2018 gegen die Täter, die in Verdacht standen, Marihuana im dreistelligen Kilogrammbereich aus Spanien nach Deutschland zu schmuggeln und in mehreren deutschen Bundesländern zu verkaufen.

Dazu sollen die Männer einen eigens dafür hergerichteten Tanklastwagen genutzt haben, in dessen Innerem die Drogen transportiert wurden.