"Wir haben uns in Rheinland-Pfalz ein deutlich besseres Ergebnis erwartet", sagte gestern der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Oskar Lafontaine (WASG). "Wir haben dort einen Rückschlag erlitten." Das sei aber eine Ermutigung, weiterzumachen. "Ich rate dazu, nicht vorschnell zu urteilen." Linkspartei-Chef Lothar Bisky sieht ebenfalls Rückenwind.
Die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit kam in Rheinland-Pfalz auf 2,5 Prozent und in Baden-Württemberg auf 3,1 Prozent. In einigen Gemeinden in Baden-Württemberg seien es mehr als fünf Prozent gewesen, sagte Lafontaine.
In Sachsen-Anhalt erzielte die Linkspartei - die frühere PDS - mit 24,1 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis und liegt damit vor der SPD. Bisky setzt nach dem Erfolg der Linkspartei in Sachsen-Anhalt auf ein rot-rotes Bündnis. Der Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert, kündigte an, er wolle den Landesvorstand bitten, Gespräche mit der SPD zu führen. (dpa/ab)