Der Sächsische Landtag stimmt bereits heute über das Vorschaltgesetz ab. Es sieht vor, dass in diesem Jahr die Geschäfte an den ersten drei Adventsonntagen jeweils von 13 bis 18 Uhr öffnen dürfen. Der vierte Adventssonntag fällt auf den 24. Dezember. Laut gestern eingebrachtem Gesetzentwurf sollen ab 2007 Geschäfte werktags von sechs bis 22 Uhr öffnen dürfen.

Bei besonderen Veranstaltungen können die Gemeinden an fünf Werktagen im Jahr den Ladenschluss über 22 Uhr hinaus verlängern und an vier Sonntagen im Jahr öffnen. Das soll auch für die Adventssonntage ab nächstem Jahr gelten. Der Gesetzentwurf steht voraussichtlich Anfang 2007 im Landtag zur Abstimmung.

Der Ladenschluss fällt auch in Brandenburg wahrscheinlich schon zum 1. Advent. Nach der gestrigen Empfehlung des Fachausschusses für Arbeit und Soziales im Landtag soll der Gesetzentwurf der Landesregierung vor seiner Verabschiedung entsprechend korrigiert werden.

Geplant ist danach auch die Freigabe der vier Adventssonntage, bisher waren nur zwei für die Öffnung der Geschäfte vorgesehen. Der Expertenempfehlung müssen jetzt noch die Koalitionsfraktionen auf ihrer nächsten Sitzung am Dienstag folgen. SPD und CDU signalisierten Zustimmung. Am Mittwoch will der Landtag in Potsdam das Gesetz verabschieden.
Mit den geplanten neuen Öffnungszeiten reagiert die Politik auch auf die liberalisierten Regelungen in angrenzenden Bundesländern. Unter Händlern gab es Befürchtungen, dass zahlreiche Kunden ihren Weihnachtseinkauf im jeweiligen Nachbar-Bundesland tätigen. (dpa/ab)