Künftig sollten die ursprünglichen Laichgebiete des Atlantischen Lachses an der Schwarzen Elster und der Mulde wieder erschlossen werden, teilte gestern Umweltminister Steffen Flath (CDU) mit. Nur so könne das Lachsprogramm für die gesamte Elbe erfolgreich abgeschlossen werden. Ziel ist ein sich selbst reproduzierender und fischereitauglicher Lachsbestand.
Sachsen benötige dafür fortan auch die Unterstützung der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt, die Flath heute und morgen auf der Agrarministerkonferenz in Schwerin um eine Beteiligung bitten will.
Vor allem müsse die Schwarze Elster in Brandenburg für Fische wieder durchgängig gemacht werden. Ferner stelle der Muldestausee bei Dessau noch ein unüberwindbares Hindernis für die Wandertiere dar, so Flath. Problematisch sei zudem das Jedermannfangrecht im Mündungsbereich der Elbe.
Dennoch zeigen sich die Experten mit der Wiederansiedlung von Salmo salar zufrieden. Trotz der Augustflut seien vergangenes Jahr etwa 250 bis 300 Lachse aus der Nordsee in ihre heimatlichen Laichgewässer zurückgekehrt. "Die letztjährige Laichsaison war die erfolgreichste seit dem Start des Programms", sagte Flath. Der bislang größte Fang war ein 1,03 Meter großer und 11,2 Kilogramm schwerer Lachs, der am 22. Dezember bei Meißen gefischt wurde.
Seit 1995 werden in den Nebenflüssen Lachsbach, Polenz, Sebnitz, Kirnitzsch und Wesenitz Lachsbrütlinge ausgesetzt. Nach jahrelanger Wanderung in den Nordatlantik kehren die Fische nach Sachsen zurück. Das Land stellt jährlich 52 000 Euro für das Projekt bereit. Der Elbelachs galt seit 1947 als ausgestorben, mittlerweile hat sich die Gewässerqualität jedoch deutlich verbessert.