Die gewaltsame Besetzung des Emirats im August 1990 war der Anstoß für den ersten Waffengang der USA gegen Irak. Der Krieg endete im Februar 1991 nach sechs Wochen Kampf mit der Vertreibung der irakischen Truppen aus Kuwait und der Rückkehr der kuwaitischen Regierung.
Die von den USA geführte Militärallianz aus mehr als 30 Ländern war damals weit auf irakisches Territorium vorgedrungen, schreckte aber vor einem Sturz Saddam Husseins zurück und machte kehrt, was viele Strategen der Regierung in Washington heute als Fehlentscheidung sehen.
Das Vorspiel des Golfkriegs weist Parallelen zur heutigen Lage auf. Am Tage nach nach der irakischen Besetzung Kuwaits nahm sich der UN-Sicherheitsrat am 3. August 1990 der Sache an und versuchte, Irak zum freiwilligen Rückzug zu bewegen, um einen Krieg zu vermeiden. Parallel zu den UN-Bemühungen zogen die USA seit dem 8. August Truppen in der Region zusammen, um die Drohkulisse gegen Saddam Hussein zu stärken - so wie heute: Derzeit sind schätzungsweise 60 000 US-Soldaten in der Golfregion versammelt, in der kommenden Woche soll das Großmanöver "Internal Look" in Katar beginnen. Bei Beginn der "Operation Wüstensturm" am 17. Januar 1991 standen gut 600 000 Soldaten der US-geführten Allianz den etwa 500 000 irakischen Soldaten gegenüber. In den 42 Tagen des Krieges flog die Allianz 109 000 Luftangriffe gegen Ziele in Irak und Kuwait und warf 88 000 Tonnen Bomben ab. 223 AllianzSoldaten starben, unter ihnen 147 US-Bürger. Nach Schätzungen verloren 10 000 Iraker ihr Leben. Abziehende irakische Soldaten steckten mehr als 750 kuwaitische Ölquellen in Brand. Deutsche Soldaten waren nicht beteiligt, weil das Grundgesetz einen Einsatz nicht zuließ. (AFP/uf)