"Wir sind darauf vorbereitet", sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion am Freitag in München. Dies werde zwar sicher zu einer Mehrbelastung der Beamten führen, aber die Bundespolizei sei darauf eingestellt.

EU billigt Grenzkontrollen. Die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Deutschland und Österreich ist aus Brüsseler Sicht rechtlich in Ordnung. Die Maßnahmen seien im Einklang mit dem Schengener Grenzkodex, sagte der Sprecher der EU-Kommission, Margaritis Schinas, am Freitag in Brüssel. Die Entscheidungen beruhten auf einer "ernsthaften Bedrohung der inneren Sicherheit."

Verletzte bei Handgemenge. In einer Erstaufnahmeeinrichtung in Dresden ist es am Freitag zu einem Handgemenge zwischen Flüchtlingen und dem Sicherheitspersonal gekommen, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. Nach Angaben der Polizei war ein Streit um die Reinigung der Zimmer der Auslöser.

Neue Zahlen aus Griechenland. In Griechenland sind nach Angaben von Helfern binnen fünf Tagen 48 000 Flüchtlinge aus der Türkei angekommen. Durchschnittlich 9600 Menschen pro Tag seien über das Mittelmeer auf verschiedene griechische Inseln gelangt, sagte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration am Freitag in Genf.

Weiteres Kind vermisst. Nach dem verschwundenen Mohamed (4) wird in Berlin ein zweiter Flüchtlingsjunge vermisst. Der 12-jährige Hassan aus Afghanistan sei das erste Mal am 14. Oktober von seinem 24 Jahre alten Bruder als vermisst gemeldet worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Nach bisherigen Ermittlungen hatten sie Streit darüber, wo sie künftig leben wollen. Daraufhin habe der 12-Jährige seinen Rucksack gepackt und sei verschwunden.

Schweden verschärft Regeln. Schweden verschärft angesichts des großen Zustroms von Flüchtlingen seine Regeln für die Aufnahme von Asylbewerbern. So wird beispielsweise eine befristete Aufenthaltserlaubnis eingeführt. Einige Flüchtlinge, etwa Familien mit Kindern, sollen davon ausgenommen werden. Darauf haben sich am Freitag die Regierung aus Sozialdemokraten und Grünen sowie ein großer Teil der Opposition geeinigt. Außerdem sollen Asylanträge schneller bearbeitet und abgewiesene Asylbewerber schneller zurückgeschickt werden.