Für Sonntag sei ein Treffen von Unterhändlern geplant, die ein Spitzengespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon vorbereiten sollten. Danach werde man entscheiden, ob ein solches Treffen Ende Februar oder Anfang März sinnvoll sei, sagte Kurei laut italienischen Angaben bei einem Gespräch mit Außenminister Franco Frattini.
"Der einzige Weg zum Frieden sind Abkommen, die durch bilaterale Verhandlungen erzielt werden", meinte Kurei den Angaben zufolge. Zwar würden die Palästinenser einen Baustopp israelischer Siedlungen in besetzen Gebieten eindeutig begrüßen. "Aber um Frieden zu erreichen, muss man sich an den Verhandlungstisch setzen." Bei einem Gespräch mit Ministerpräsident Silvio Berlusconi forderte Kureia energische Schritte gegen die umstrittenen Sperranlagen Israels im Westjordanland.
Zum Abschluss seines dreitägigen Besuchs in Rom wird Kurei heute von Papst Johannes Paul II. empfangen.
Die israelische Armee hat bei Schießereien mit Bewaffneten im Gazastreifen gestern 13 Palästinenser getötet. Zudem seien insgesamt 39 Menschen verletzt worden, viele davon schwer, teilten palästinensische Behördenvertreter mit.
Die heftigsten Feuergefechte gab es am Rande von Gaza-Stadt, wo zwölf Palästinenser getötet wurden. In der Grenzstadt Rafah erschoss die israelische Armee einen Mann. Bei dem Einsatz dort suchten Soldaten nach Tunnelanlagen, die zum Einschmuggeln von Waffen und Sprengstoff aus Ägypten benutzt werden.
Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt wegen dubioser Millionen-Überweisungen zu Gunsten der Frau von Palästinenserpräsident Jassir Arafat, Soha. Die Justizbehörden bestätigten Informationen der Wochenzeitung "Le Canard Enchaîné" von gestern. Demnach soll die Herkunft von neun Millionen Euro geklärt werden, die auf Soha Arafats Konten bei der Arab Bank und der französischen Bank BNP in Paris eingingen. Die Pariser Sprecherin der palästinensischen Autonomieverwaltung, Leila Schahid, wies den Geldwäscheverdacht als "skandalös" zurück. Die EU prüft die mögliche Veruntreuung hoher Millionenbeträge durch die Autonomieverwaltung. (dpa/AFP/roe)