Auf dem Schiff vor Izmit im Marmara-Meer im Nordwesten der Türkei befanden sich demnach 19 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Zu den Entführern bestand offenbar keine direkte Verbindung, nur ab und zu gab es kurze Kontakte zum Kapitän. Ein örtlicher Bürgermeister sagte, einer der Entführer habe mit einer Bombe gedroht. Als die Fähre sich in südwestlicher Richtung fortbewegte, gabe es Spekulationen, sie könne zur Imrali-Insel unterwegs sein. Dort ist seit Jahren der PKK-Chef Abdullah Öcalan inhaftiert.

Timoschenko droht jetzt auch Steuer-Klage

D ie frühere ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko muss sich auch wegen Steuervergehen verantworten. Die Steuerbehörden teilten am Freitag mit, Timoschenko stehe im Verdacht, in den 1990er-Jahren Devisen im Wert von umgerechnet 121 Millionen Euro vor den Behörden verborgen sowie Haushaltsmittel und Steuern von 4,3 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Timoschenko wurde am 11. Oktober wegen Amtsmissbrauchs beim Abschluss von Gasverträgen mit Russland zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem soll sie in dieser Sache 137 Millionen Euro Strafe zahlen. Das Urteil war international scharf kritisiert worden .

Bomben-Karikatur – Unesco kritisiert Israel

Die Unesco hat eine israelische Zeitungskarikatur kritisiert, in der Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine Piloten auffordert, zuerst den Iran, und auf dem Rückweg das Büro der Unesco zu bombardieren. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sagte am Freitag, die UN-Sonderorganisation habe dem israelischen Gesandten in der Unesco, Nimrod Barkan, eine Protestnote überreicht, in der stünde, die Karikatur „gefährde das Leben unbewaffneter Diplomaten“. Die Karikatur, die in der Zeitung „Haaretz“ erschienen war, spielt auf Palästinas Aufnahme als Unesco-Mitglied an.